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Alle Vorstellungen
beginnen um 20:00 Uhr.
Alle Vorstellungen kosten 19,00 €
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Programm 2020


06.03.2020  Bernd Regenauer „Mix- Tour“


Einblicke und Ausblicke, Zeitkritisches und Zeitloses, Süffisantes und Skurriles, Globales und Fränkisches, Neuigkeiten und Klassiker von und mit Bernd Regenauer - Ein „Best of“ mit viel Raum für Interaktionen, eine kurzweilige Mixtur frisch zusammengestellter Auszüge aus den aktuellen Bühnenprogrammen des Deutschen Kabarettpreisträgers. Mit Blickwinkel in die Abgründe unserer Seelen- und Gemütszustände verführt Bernd Regenauer in herrlich absurde Gedankenwelten. Eine anregende Erfrischung für Hirn, Herz und Zwerchfell! Original, originell, pur und direkt vom Erzeuger!

Seit 30 Jahren auf der Bühne, wurde der Nürnberger Kabarettist Bernd Regenauer einem breiten Publikum durch seine Kult-Comedyserie „Metzgerei Boggnsagg“ und seine Kunstfigur „Harald Nützel“ bekannt, für die er mit dem Sonderpreis des Deutschen Kabarett-Preises ausgezeichnet wurde. Er textete u. a. für Dieter Hildebrandts „Scheibenwischer“ und die Ruhrfestspiele Recklinghausen, und liefert satirische Kommentare für Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen.

"…Ein hintersinniger, lustiger, intelligent konzipierter Abend von einem, der es ganz einfach kann." Donau-Kurier, Ingolstadt „Am schönsten immer wieder: die kleinen Szenen, ausgefeilt bis ins Kleinste und zum Brüllen komisch. Regenauer ist nun mal ein begnadeter Mime, der mit Sprache, Mimik und Gestik allein ein ganzes Ensemble ersetzen kann...“ Main-Echo „Regenauers Stärke bleibt das radikale Aufblasen realer Situationen, bis sie über ihre Verformung durch den Heiße-Luft-Druck im Wahnsinn platzen. Wenn er die Realo-Schlange an der Supermarktkasse rollendeckend durchspielt, erreicht er grandiose und absolut eigenständige Groteskenschärfe, die geradezu abgeklärt überm Befreiungsgelächter schwebt...“ Abendzeitung
Quelle: www.regenauer.de


 

 


24.04.2020 Nessi Taunsendschön

Operation „Goldene Nase“,       

Menschen wollen lachen. Wir sind Menschen, wir wollen glücklich sein und nicht immer nur hadern. Aber oft eben auch doch. Und genau das ist es, was abends auf Kabarettbühnen im besten Fall passiert: Elegantes, kluges und schönes Hadern mit den großen, aber auch mit den kleinen Themen des Lebens. Scheitern als Schanze, Erfolg durch Zufall, Glück als Resultat kontinuierlichen Strebens nach Erkenntnis.
Seit 30 Jahren ist Nessi Tausendschön nicht von der Bühne zu bomben. 30 Jahre mondän kultiviertes Schabrackentum, geschmeidige Groß-und Kleinkunst, Verblüffungstanz, melancholische Zerknirschungslyrik und schöne Musik. Wenn Nessi die Brüche des Lebens zelebriert, dann erwachen selbst die Seelenblinden im Publikum aus der distanzierten Erstarrung, dann verwischen sich die Grenzen zwischen innerer, erinnerter seelischer Realität und äußerer leibhaftiger Gegenwart, zwischen Öffentlichkeit und Privatem, ja Intimem und kein Auge bleibt trocken. Kurz gesagt: Nessi hat als Kabarettistin eine Zunge wie eine Reitpeitsche, als Sängerin aber eine Stimme wie ein Engel. Eine wunderbare Kombination.

Nessi Tausendschön ist eine echte Platzhirschin der deutschen Kleinkunstszene und man kennt sie aus Fernsehen und Radio, aus dem Satiregipfel oder als regelmäßige Gästin bei Gerburg Jahnkes „Ladies Night“ im WDR und der ARD oder in "Die Anstalt“ im ZDF.
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass 30 Jahre Bühnen-Dasein an Frau Tausendschön aber auch nicht spurlos vorüber gegangen sind: Sie ist Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises und des Salzburger Stiers. Diese Auszeichnungen mögen stellvertretend für die zahlreichen anderen Ehrungen stehen, mit der die Kulturindustrie das kabarettistische Naturereignis Nessi Tausendschön gewürdigt hat.

Und eines noch: Seit der Böhmermannaffäre wissen wir alle: Satire bewirkt doch etwas, und wenn es nur eine Staatsaffäre ist, haha. Und mit dem Wissen um das kleine Rädchen im großen Weltengefüge, das ich bin, kann ich guten Gewissens sagen: ich bin gerne Kabarettistin. Eine Amüsierdame, eine Lustigkeitshure, eine Witzeprostetuierte, eine Scherzkeksin, eine Spaßkurtisane, eine Fezdirne, eine Joke-Bitch, eine Juxnutte, eine Gagschlampe, ein Ulk-Callgirl, im Norden sag man wohl: eine Lachmöse, heute auf Neusprech heißt das wohl „Joke Account Facility Managerin“.

Der Kölner Stadtanzeiger schrieb:
„Dabei liegt der Reiz ihrer Auftritte im harten Kontrast zwischen ihrem lasziv-verführerischen Aussehen und dem unerbittlichen Wüten, ihrer luziden Schönheit und der Hemmungslosigkeit, mit der sie auf alles eindrischt, was ihr missfällt.“ "Nessi Tausendschön gleicht einem Vulkan: mal feuerspeiend, dann wieder sanft qualmend - immer unberechenbar. Daß der äußere Schein trügt, führt sie in immer neuen, variationsreichen Ausbrüchen vor. Nicht zu fassen, welche Beutelungen dieses zierliche Wesen auf der Bühne verursacht, wie sie von gefühlvollen Momenten zu anarchischer Wut springt - mit dem ganzen Einsatz ihrer doppelbödigen Persönlichkeit, vor keinem Bruch zurückschreckend."



18.09.2020 Martin Herrmann „ Mein Lieblingsstatus wäre Witwer“

„Mein Lieblingsstatus wäre Witwer, aber dazu müsste ich erst heiraten“
Witwer ist ein beneidenswerter Status. Man lebt in Frieden, weil die Gesellschaft den Grund des Friedens akzeptiert. Leider hat der Gesetzgeber zur Erlangung des Witwerdaseins das Heiraten vornangestellt, ein Riesenumweg. Ist Heiratsschwindel ein Verbrechen aus Leidenschaftslosigkeit? Schon die Ehe ist ein Missverständnis von Leidenschaft: Männer ermorden ihre Frau, damit sie kein anderer kriegt, Frauen ermorden ihren Mann, weil er keine andere kriegt. Immer mehr Frauen leben gefährlich, weil sie erst gar nicht heiraten wollen. Viele Frauen werden älter als ihre Männer und kassieren Witwenrente plus die eigene Rente, als Senioren-Dink: Double income, no kids. Brauchen wir die Männerquote? Zukunftsforscher sagen nein: immer mehr Männer erkennen, wie sie bis zur vierfachen Witwenrente kommen. Dazu müssen sie vorher nur konvertieren. Apostel Paulus dagegen hielt das Heiraten an sich für unnötig, weil das Paradies unmittelbar bevorstünde. Warum durch die Ehehölle gehen, wenn der Himmel offen steht? Deswegen stellt sich Paulus-Fan Herrmann jetzt als künftiger Mono-Witwer zur Verfügung, für eine ehrliche Schein-Ehe und appelliert an das Gerechtigkeitsempfinden der Quoten-Frau.